Tipps für ein gesundes Gehirn

Früher glaubte man, geistige Fähigkeiten würden mit steigendem Alter zwangsläufig abnehmen. Die Hirnforschung hat jedoch belegt, dass das Gehirn neue Nervenzellen bilden kann – und zwar bis ins hohe Alter. Lesen Sie hier, was Sie selber dazu beitragen können, um geistig fit zu bleiben.

Tipp 1: Jede Menge Obst

Wer regelmässig Früchte und Gemüse isst, bleibt länger geistig fit. Der amerikanische Altersforscher Denham Harman stellte bereits 1956 die These auf, dass sogenannte freie Radikale die Ursache des Alterungsprozesses sind. Diese freien Radikale, auch Oxidantien genannt, sind äusserst reaktionsfreudige Stoffe, welche Zellen in unserem Körper zerstören. Ihr natürlicher Feind: Antioxidantien. Das wohl bekannteste Antioxidans ist Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt. Vor allem Nüsse, Gemüse, Obst und Trockenfrüchte wie Pflaumen, Feigen oder Datteln enthalten Antioxidantien. Diese helfen mit, freie Radikale einzufangen, die im Körper durch biochemische Reaktionen freigesetzt werden. Je mehr Radikale gebunden werden können, desto besser für Körper und Gehirn. Essen Sie deshalb regelmässig Broccoli, Zucchini oder Tomaten. Eine gross angelegte Untersuchung des Nationalen Gesundheitsinstituts (INSERM) in Paris mit mehr als 8000 älteren Personen zeigte: Wer regelmässig Früchte und Gemüse isst, vermindert das Risiko, an einer Demenz zu erkranken.

Tipp 2: Fisch auf den Tisch

Ergänzen Sie Ihren Speiseplan mit Fischgerichten! Fische enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren – ein wirksamer Schutz vor geistigem Abbau. Eine amerikanische Studie mit älteren Probanden belegte, dass Rentner, die regelmässig Fisch konsumierten, mental rüstiger blieben als die Fischverschmäher. Besonders die fetten Fische – Stör, Butt oder Forelle – bringen unsere grauen Zellen auf Vordermann. Omega-3-Fettsäuren fördern nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit, sondern helfen auch gegen depressive Verstimmungen, wie die Medizinerin Sarah Conklin vom Medizinischen Forschungszentrum in Pittsburgh zeigte. Omega-3-Fettsäuren finden sich neben Fisch auch in pflanzlichen Ölen wie Raps- oder Nussöl und in Fleisch. Fleisch von Wild- und Weidetieren weist deutlich höhere Omega-3-Werte auf als das Fleisch von Tieren in Stallhaltung.

Tipp 3: Leichte, mediterrane Kost

Ein täglicher Mittelmeerspeiseplan mit Olivenöl, Pasta und frischem Gemüse schützt besser vor Alzheimer als Bildung: Dies die verblüffende Erkenntnis einer grossangelegten Studie des Neurobiologen Nikolaos Scarmeas. Er untersuchte, anhand welcher Faktoren sich eine Alzheimererkrankung retrospektiv, also im Nachhinein, am ehesten voraussagen liess. Dazu analysierte er Daten von tausenden gesunden und bereits erkrankten Menschen. Das Ergebnis: Weder der Faktor «Rauchen» noch «Bildung» liess darauf schliessen, dass jemand alzheimergefährdet war. Es war der Faktor «mediterrane Küche», der am stärksten beeinflusste, ob ein Proband an einer Demenz erkrankte oder nicht. Die Empfehlung des Neurobiologen Scarmeas für ein gesundes Gehirn im Alter lautet: Richten Sie Ihren Speiseplan nach der mediterranen Küche und reduzieren Sie die Kalorienzahl. Denn auch eine kalorienarme Kost hält Körper und Geist fit.

Tipp 4: Bewegung!

Wer sich regelmässig bewegt, hat ein um 30 Prozent niedrigeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Dies die Erkenntnis einer Studie des Altersforschers Arthur Kramer der University of Illinois, USA. Dabei sind gar keine grossen Anstrengungen nötig. Es reicht völlig aus, sich dreimal in der Woche sportlich zu betätigen. Für welche Sportart Sie sich entscheiden, spielt keine Rolle, Hauptsache, es macht Spass! Jede körperliche Bewegung hilft, Alzheimer aktiv vorzubeugen – und es ist nie zu spät: Selbst wer erst im Alter von 75 Jahren mit Sport beginnt, kann den mentalen Abbau aufhalten.

Tipp 5: Futter für die Hirnzellen

Ein gesundes Gehirn muss auch regelmässig mit geistiger Nahrung gefüttert werden. Welchen Einfluss Denksport auf unser Gehirn hat, ist umstritten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sein Gehirn in möglichst vielen unterschiedlichen Bereichen fördern. Die Möglichkeiten sind unerschöpflich: Lesen, mit Freunden diskutieren, ein Theater- oder Museumsbesuch, das Erlernen eines Musikinstrumentes oder einer Sprache – kurz: alles, was Freude macht und Abwechslung ins Leben bringt.

Das Gehirn ist unser wichtigstes Organ. Und doch wissen wir nur wenig darüber.

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