Artikel Aus der Forschung

Studie identifiziert Risikofaktoren für Frühdemenz

Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der Gedächtnis, Denken und Orientierung mit der Zeit nachlassen. Frühdemenz bezeichnet eine Demenzerkrankung, die vor dem 65. Geburtstag beginnt. Sie trifft Menschen mitten im Berufs- und Familienleben – oft in einer Phase, in der sie noch viel Verantwortung tragen. Das macht sie besonders einschneidend.

Eine grosse Studie mit Daten von mehr als 544'000 Menschen aus Grossbritannien und den USA ist einer wichtigen Frage nachgegangen: Welche Faktoren erhöhen das Risiko für Frühdemenz? Die Teilnehmenden wurden im Durchschnitt fast 14 Jahre lang begleitet.

Die Ergebnisse stellen eine verbreitete Annahme infrage: Frühdemenz ist offenbar nicht in erster Linie genetisch bedingt. Auch der eigene Lebensstil spielt eine Rolle - und das ist die gute Nachricht. Denn das Risiko lässt sich beeinflussen. Die Studie identifiziert drei besonders wichtige Faktoren: nicht rauchen, regelmässige körperliche Bewegung und ein gesunder Lebensstil. Das deckt sich mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Vorbeugung von Demenz.

In unserem Magazin «das Gehirn» zeigen wir regelmässig, was die Wissenschaft empfiehlt, um das Gehirn gesund zu halten – von Ernährung über Bewegung bis hin zu geistiger Aktivität und sozialen Kontakten. Denn eines zeigt die Forschung klar: Für ein gesundes Gehirn ist es nie zu früh, gute Gewohnheiten zu entwickeln.