Die Schweizerische Hirnliga vergibt dieses Jahr zum ersten Mal den mit Fr. 20'000.– dotierten Forschungspreis. Preisträgerin ist eine Forschergruppe um den Neurologen Dr. Thomas Nyffeler am Berner Inselspital. Nyffeler und seine Kollegen konnten nachweisen, dass sich die Rehabilitation von hirnverletzten Menschen dank einer Art von Magnetstimulation fördern lässt.
Die wohl bedeutendste Entdeckung der Hirnforschung in den vergangenen Jahrzehnten ist die so genannte Plastizität des Gehirns. Ist Gehirngewebe durch Krankheit oder Unfall zerstört, kann das Gehirn sich reorganisieren und auf andere Areale ausweichen. Eine Studie des Berner Inselspitals liefert nun erstmals den Nachweis, dass sich die Plastizität des Gehirns aktiv modifizieren lässt. Das heisst: Die Rehabilitation von hirnverletzten Menschen kann mit einer bestimmten Methode, der so genannten "transkraniellen Magnetstimulation", gefördert werden. Der Neurologe Dr. Thomas Nyffeler vom Berner Inselspital und sein Team erhalten für Ihre Arbeit den mit 20'000.– dotierten Forschungspreis der Schweizerischen Hirnliga.



